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Argentium

Argentium ist eine relativ neue Silberlegierung, die 1996 vom Engländer Peter Johns kreiert wurde. Dabei entstand 935er Sterlingsilber, das neben den bekannten Vorzügen des klassischen Edelmetalls über zusätzliche Vorteile verfügt. Wo normales Silber anläuft und dunkle Flecken bildet, also von Zeit zu Zeit nachpoliert werden muss, bleibt Argentium immer glänzend und leuchtend hell. Der Grund dafür, dass kein Blausilber (Kupfer(II)-oxid) mehr auf dem Sterlingsilber entsteht, ist, dass beim Argentium das Element Germanium in die Legierung hineingenommen wurde. Germanium ersetzt zu 1,2 % Kupfer und unterbindet die Verbindung von Sauerstoff und Kupfer, die für die schwarzen Flecken auf dem Edelmetall sorgt. Argentium eignet sich durch seine Eigenschaften nicht nur für die Herstellung von konventionellem Schmuck mit dauerhafterem Charakter, es kann auch bei mechanischen Arbeiten eingesetzt werden und kommt auch in Guss-Verfahren zum Einsatz. Argentium lässt sich bis zu 70 % besser formen und ist mit einer guten Dehnbarkeit und Zugfestigkeit ausgestattet. Die Legierung ist für Schweiß- und auch Emaille-Arbeiten geeignet. Die sehr helle, fast weiße Farbe macht es zudem zu einem ansehnlichen Schmuckwerkstoff.

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