Filter schließen

Uhrenkunde

Das Kapitel Uhrenkunde beschäftigt sich mit allem Wissenwerten zum Thema Uhren. Was ist ein Chronograph oder was unterscheidet eine analoge von einer digitalen Uhr? Was ist eine Lünette?

Gehäuse

Gehäuse - Das Gehäuse einer Uhr ist eines der wichtigsten Merkmale einer Uhr. Auch wenn das Gehäuse keinen Beitrag zur Zeitmessung leistet, ist es dennoch für eine jede Uhr unverzichtbar und in puncto Design das tragende Element. Die Gehäuse einer Uhr können sehr unterschiedlich sein, je nach dem, um welche Art Chronograph es sich handelt. Haben Stand- und Wanduhren in der Regel ein Gehäuse aus Holz und Stahl, häufig auch aus Bronze oder Glas, verfügen Taschenuhren stets über ein Gehäuse aus Metall. Armbanduhren können sowohl Metall- als auch Kunststoffgehäuse besitzen, wobei hochwertige Uhren für gewöhnlich aus Edelmetallen hergestellt werden. Goldlegierungen oder Uhren, deren Gehäuse teilweise aus echtem Silber gefertigt sind, bilden daher keine Minderheit. Das Gehäuse einer Uhr dient dem Zweck, Schmutz von den mechanischen Teilen der Uhr abzuhalten und die filigranen Teile im Inneren vor Stößen zu schützen. Das Gehäuse ist zudem der sichtbare Teil einer Uhr, der also auch für das Design verändert wird. Neben den bereits genannten Edelmetallen werden häufig auch Aluminium, Platin oder Titan für die Herstellung von wertvollen Uhren verwendet. Durch ihr hochwertiges Gehäuse zählen Uhren zu den Schmuckstücken, die ihren Wert auch über viele Jahre beibehalten.

Chronograph

Chronograph - Der Begriff Chronograph bezeichnet eine Uhr, wobei insbesondere Armbanduhren darunter verstanden werden. Wenn von einem Chronographen die Rede ist, dann kann für gewöhnlich auch davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um eine besonders wertvolle Uhr handelt, die nicht nur zu den Instrumenten der Zeitmessung, sondern auch zu den Schmuckstücken gezählt werden kann. Der Name des Chronographen leitet sich aus dem griechischen Wort Chronos, Zeit, ab. Erweiternd zur grundsätzlichen Bedeutung als Zeitmesser wird unter einem Chronographen in der Regel auch eine analoge Armbanduhr verstanden, die über eine Stoppuhr-Funktion verfügt. Ein Chronograph kann also für gewöhnlich mehr als nur die aktuelle Zeit präzise anzugeben. Chronograph als gehobener Begriff für Uhr wird an und für sich stets mit Schmuck in Verbindung gebracht, was daran liegt, dass Uhren aus hochwertigen Materialien hergestellt werden können und somit ein Schmuckstück mit bleibendem materiellen Wert darstellen. Gold, Silber, Platin, Titan oder Aluminium sind dabei die geläufigsten Materialien in der Uhrherstellung und geben dem Zeitmesser seinen letztendlichen Wert.

Digitaluhr

Digitaluhr - Eine Digitaluhr ist ein Instrument zur Zeitmessung, bei dem die Zeit nicht analog dargestellt wird, sondern Ziffern genutzt werden. Bei einer Digitaluhr werden keine mechanischen Vorgänge im Uhrinneren genutzt, sondern auf elektrische Technologie vertraut. Dennoch kann eine Digitaluhr auch analoge Technik nutzen, um die Zeitmessung zu betreiben. Eine Digitaluhr kann also digitale und analoge Techniken zur Zeitmessung verwenden. Es gibt bei Digitaluhren kein Ziffernblatt und auch keine Zeiger, lediglich unterschiedliche Arten der Anzeige der Uhrzeit. Am häufigsten werden LC-Displays in Digitaluhren verwendet. Digitaluhren waren früher häufig mit sogenannten Fallblättern ausgestattet, die von Flughäfen- oder Bahnhofsuhren bekannt sind. Auch Scheiben und Walzen waren früher beliebte Möglichkeiten, wie bei einer Digitaluhr die Zeit angezeigt werden konnte. Die Uhrzeit selbst wird bei Digitaluhren meistens in der Variation 00h:00min:00sek dargestellt, wobei es dabei natürlich von Modell zu Modell zu Abweichungen kommen kann. Durch das Spektrum der Zeitangabe von 0 Uhr bis 24 Uhr lässt sich im Gegensatz zur Analoguhr stets eindeutig zwischen Tages- und Nachtzeit unterscheiden. Auch wenn Digitaluhren häufig mit günstiger Herstellung verbunden werden, sind sie auch in hochwertigen Ausführungen aus wertvollen Materialien der Schmuckherstellung erhältlich.

Analoguhr

Analoguhr - Eine Analoguhr ist das Gegenstück zur Digitaluhr und ein Instrument zur Zeitmessung. Wenn eine Uhr eine Analoguhr ist, dass nutzt sie zur Darstellung von Zeit ein Ziffernblatt, auf dem Zeiger zirkulieren. Die Zeiger einer Analoguhr weisen stets auf die gegenwärtige Stunde, Minute und Sekunde, sofern sie mit den jeweiligen Zeigern ausgestattet sind, denn viele Analoguhren verzichten beispielsweise auf den Sekundenzeiger. Eine analoge Uhr besteht aus sehr vielen einzelnen Elementen, die zum einwandfreien Funktionieren einer Uhr in ein harmonisches Miteinander gebracht werden. Das sogenannte Zeigerwerk einer Analoguhr setzt sich aus dem Minutenrad, dem Wechselrad, dem Stundenrad und dem Viertelrohr zusammen. Diese Baugruppe ist für die Übertragung des Minutenradwellenantriebes verantwortlich. Das Minutenrad selbst ist gemeinsam mit dem Wechselrad und dem Stundenrohr für die Übersetzung der angemessenen Zeigergeschwindigkeit verantwortlich. Dass sich die Zeiger einer Analoguhr überhaupt bewegen, liegt am Uhrwerk, das seine dafür erforderliche Energie über eine Spiralfeder bezieht, die regelmäßig aufgezogen werden muss. Die Energie kann allerdings auch über eine Batterie bezogen werden. Neben der Uhrzeit sind Analoguhren auch in der Lage Zeit zu stoppen oder das Datum anzuzeigen.

Lünette

Lünette - Unter einer Lunette können unterschiedliche Elemente einer Uhr verstanden werden, was von der Art der Uhr abhängig ist. So ist die Lunette bei einer Stand-, Wand-, Turm- oder Tischuhr etwas leicht anderes als bei einer Armbanduhr. Der Begriff Lünette ist französisch (Lunette) und ist der Diminutiv von la lune, dem Mond. Die Lünette bezeichnet den Kreis, der auf dem Gehäuse der Uhr rings um das Ziffernblatt gefasst ist. Dieser Kreis ist bei Armbanduhren mit dafür verantwortlich, dass die Glasabdeckung der Uhr an Ort und Stelle gehalten wird. Weiterhin kann die Lünette bei Armbanduhren flexibel drehbar sein, womit sich bestimmte Zeiten markieren lassen. Das ist besonders bei Tauchuhren erforderlich, wodurch der Lünette eine essentielle Bedeutung zukommt. Auch andere Skalen, wie beispielsweise Pulsometer, Asthmometer oder Tachymeter lassen sich über die Lünette darstellend umsetzen. Bei größeren Uhren bezeichnet die Lünette einen Zierring um das Ziffernblatt, dem keine praktische Funktion zukommt und der lediglich für die optische Gestalt der Uhr zuständig ist. Die Lünette kann in jedem Fall aus hochwertigem Edelmetall bestehen und so den Gesamtwert einer Uhr entscheidend mitbestimmen.

Aufzugwelle

Aufzugwelle - Uhren sind äußerst komplexe Schmuckstücke, die sich aus einer Vielzahl kleinster Teile zusammensetzen, um ein möglichst präzises Instrument zur Zeitmessung zu ergeben. Die Aufzugwelle ist in diesem Konzert der Bestandteile einer Uhr eines der wichtigsten Elemente, denn durch sie kann der Besitzer der Uhr direkt auf ihre Funktion zugreifen, während alle anderen Bausteine im Uhrengehäuse vor dem Zugriff verborgen werden. Mittels der Aufzugwelle lässt sich die Einstellung der Zeiger an einer analogen Uhr vornehmen. Die Aufzugwelle ist eine Stahlwelle, die im Inneren der Uhr bestimmte Ansätze aufweist und mit einem Vierkant abschließt. Auf diese viereckige Form am Ende der Aufzugwelle wird die Krone gesetzt, das Rädchen zum Bewegen dieser Welle und somit zum Verstellen der Uhrzeit. Für die Funktion der Aufzugwelle sind ein Ansatz und ein Zapfen verantwortlich, mittels derer die Welle in den Platinen gelagert ist. Die Wichtigkeit der Aufzugwelle für die gesamte Uhr liegt auf der Hand: Nur durch sie kann der Benutzer einer Uhr die Uhrzeit korrigieren oder grundsätzlich einstellen.

Federhaus

Federhaus - Das Federhaus gehört zu den Bestandteilen einer Uhr und nimmt dabei eine besonders wichtige Position ein, denn das Federhaus ist maßgeblich für eine praktische Handhabung einer Uhr verantwortlich. Wie der Name des Elements schon sagt, handelt es sich dabei um das Gehäuse für die Feder der Uhr. Das Federhaus ist in der Regel über einen Deckel verschlossen und hat eine Trommelform. Die Feder kann die Uhr auch ohne Federhaus antreiben, jedoch ergeben sich durch den Einbau eines solchen Gehäuses eine Reihe von Vorteilen, die der Lebensdauer und Wartung der Uhr zuträglich sind. Dank eines Federhauses lässt sich eine Uhr einfacher auseinander und wieder zusammenbauen, was bei der Fertigung Zeit und somit Geld spart. Weiterhin kann die Feder im Inneren der Uhr nicht gegen die anderen Bestandteile drücken und diese so mit der Zeit gegebenenfalls beschädigen. Zudem schützt das Federhaus die sensible Feder vor unachtsamem Kontakt und beugt auch Verletzungsgefahr bei einem Federbruch vor. Ein Federhaus ermöglicht ein einfaches Einfetten und Ölen der wichtigen Feder und schützt sie vor Verschmutzung. Das Federhaus als Bestandteil eines Chronographen zeugt von hoher Qualität der Uhr als Schmuckstück und nützlichem Instrument.

Uhrwerk

Uhrwerk - Damit Uhren reibungslos funktionieren und die Uhrzeit immer korrekt und mit größtmöglicher Präzision angezeigt wird, ist das einwandfreie Arbeiten des Uhrwerks essentiell. Der Begriff des Uhrwerks umfasst alle Bestandteile im Inneren einer Uhr, die durch ihre Zusammenarbeit die Funktion des Zeitmessers erfüllen. Uhrwerke können mechanisch oder elektromechanisch sein, wobei die Anzahl der Zahnräder Teil der Unterscheidung ist. Elektromechanische Uhrwerke haben keine Zahnräder und besitzen auch nur einen kleinen Teil an beweglichen Elementen. Bei mechanischen Uhren hingegen ist das komplette Gebilde von Zahnrädern und ihrem Ineinandergreifen geprägt. Digitaluhren schließlich, die nicht über ein klassisches Zifferblatt verfügen, besitzen überhaupt keine beweglichen Teile in ihrem Inneren. Die Bestandteile eines mechanischen Uhrwerks setzen sich aus dem Antrieb, der Anzeige, dem Schlagwerk und dem Weckerwerk zusammen. Der Antrieb muss bei diesen Uhren von bestimmten Energiequellen gespeist werden, die aus bestimmten Gewichten oder dem Aufziehen von Hand bestehen können. Die Anzeige eines Uhrwerks besteht aus den Zeigern für Stunden, Minuten und Sekunden, wozu je nach Uhrenmodell auch noch die Datumsanzeige, Weckfunktionen etc. kommen können. Das Schlagwerk ist nicht bei Armbanduhren vertreten, denn es ist für die akustische Bekanntgabe der Uhrzeit mittels Gong oder ähnlichem verantwortlich. Auch das Weckerwerk ist nicht in jedem Uhrwerk vorhanden.

Zifferblatt

Zifferblatt - Damit von einer Uhr auch die aktuelle Zeit abgelesen werden kann, ist das Zifferblatt unerlässlich. Es ist zur Darstellung von Zeit, bzw. deren Einheiten, in unterschiedliche Bereiche unterteilt, was in Kombination mit den Zeigern der Uhr für eine einfach ablesbare Uhrzeit sorgt. Die klassische Unterteilung des Zifferblatts geschieht in zwölf gleich große Abschnitte, wodurch die Stunde mit dem Stundenzeiger angezeigt werden kann. Die nächste Unterteilung des Zifferblatts geschieht in der Regel in 60 Abschnitte, wodurch sich mit Minuten- und Sekundenzeiger die kleineren Zeiteinheiten darstellen lassen. Die Abschnitte werden auf Zifferblättern zusätzlich durch sogenannte Indizes gekennzeichnet, was mit den Zahlen von 1 bis 12 für die Stunden geschieht und bei den von 0 bis 60 reichenden Minuten- und Sekundenunterteilungen häufig nur in 5er- oder 10er-Etappen umgesetzt wird, um das Zifferblatt nicht zu überladen. Dass ein Zifferblatt genau so ist, wie es ist und die Uhrzeit darauf stets instinktiv abgelesen werden kann, liegt wahrscheinlich auch an der charakteristischen und immer gleichen Anordnung der Ziffern. Diese sollen an den Weg der Sonne im Tagesverlauf erinnern, was auch die 12 an der obersten Stelle des Zifferblattes erklärt.